Achtung: Sonne! Wie Sie Ihr Kind schützen!
Wie gefährlich Sonnenstrahlen sein können, ist vielen Menschen immer noch nicht bewusst. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der "Präventionskampagne Haut" zeigt: Während rund 70 Prozent der Befragten immer oder oft Sonnenschutzcreme verwenden, schützen sich nur knapp 40 Prozent mit Kleidung vor UV-Strahlung. Bei Tieren bewahren Fell und Federn den Körper vor Verbrennungen. Die menschliche Haut hat dagegen nur das Bräunungspigment Melanin, um sich zu schützen. Die Haut braucht Zeit, um sich an die UV-Belastung zu gewöhnen, denn die Melanin-Produktion läuft nur langsam an. Eine Rötung der Haut ist kein Zwischenschritt zur ersehnten Bräune, sondern ein Warnsignal, dass die Haut bereits geschädigt ist!
Kinderhaut braucht besonders viel Schutz!
Die schutzbedürftige Haut von Kindern reagiert besonders empfindlich auf die Sonne. Die Anzahl der Sonnenbrände, die ein Mensch bis zum 18. Lebensjahr erleidet, ist ein entscheidender Faktor für das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Kinder bis zwei Jahren sollten der UV-Strahlung deshalb am besten gar nicht ausgesetzt werden. Ist dies unvermeidlich, sollten Sie auf den richtigen Sonnenschutz achten. Wichtig ist zunächst nicht-kosmetischer Sonnenschutz: Meiden Sie die Mittagssonne und gehen Sie nur vor 11 Uhr und nach 16 mit Ihrem Kind nach draußen und halten Sie sich mit Ihrem Kind überwiegend im Schatten auf. Achten Sie auch während dieser Zeit darauf, dass es langärmelige Hosen und Hemden aus dünnem Naturmaterial (Baumwolle, Leinen) und eine breitkrempige Kopfbedeckung trägt, die der besonders empfindlichen Gesichtshaut Schatten spendet.
Auf den richtigen Sonnenschutz achten!
Zudem sollten Sie Ihr Kind mit einer hochwertigen Sonnenschutzcreme eincremen. Aber welche ist die richtige Creme für die zarte Kinderhaut? Das ist leichter gefragt als beantwortet. Erst 2006 stellte das Magazin Ökotest in 15 von 27 getesteten Sonnenschutzprodukten für Kinder umstrittene chemische UV-Filter fest. Ein Team von Wissenschaftlern und Umwelttoxikologen fand heraus, dass einige von ihnen wie ein Hormon wirken und das Wachstum und die Fortpflanzungsorgane beeinflussen können. Die Kosmetikindustrie reagierte: Inzwischen sind die meistdiskutierten chemischen UV-Filter durch andere chemische Filter ersetzt worden.
Zudem sind Produkte mit Pigmenten von Mineralien wie Zinkoxid empfehlenswert, die vielen neueren Sonnencremes als mineralischer bzw. physikalischer UV-Filter zugesetzt sind. Im Gegensatz zu chemischen Filtern, die in die obersten Hautschichten eindringen, lagern sich die physikalischen Filter auf der Hautoberfläche an und bedecken diese dann mit einem meist weißlichen, sozusagen mechanisch wirkenden, die UVA- und UVB-Strahlen reflektierenden Schutzfilm.
Im Alltag reicht auch für Kleinkinder ein UV-Schutz mit Lichtschutzfaktor 30. Wichtig ist jedoch, dass stets vor dem ersten Hinausgehen ins Freie großzügig geschmiert wird und dass nach zwei bis drei Stunden, auf jeden Fall aber nach jedem Bad erneut ein Sonnenschutzprodukt aufgetragen wird. Auch an Stellen wie Ohren, Fußrücken, Lippen oder Kniekehlen sollten Sie als Eltern denken. Dann kann der Sommer kommen!
Weitere Infos durch unsere Lieb-Links:
Präventionskampagne Haut
Viele Infos zum aktiven Schutz unserer Haut.
Vitanet gibt Tipps
Bei Vitanet finden Sie Tipps rund um das Thema "Kinder und Sonne"im Kurzformat.
Broschüre der Deutschen Krebshilfe
Sehr ausführlicher Präventionsratgeber zum Schutz der Kinderhaut als PDF-Dokument.
Stiftung-Warentest und Ökotest
Testberichte Kinder-Sonnenschutzmittel






