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Wie finde ich den schönsten Vornamen für mein Kind?

Wenn sich Nachwuchs ankündigt, ist die Freude groß! Neben all den vielen unzähligen Fragen, die in den ersten Wochen auf die werdenden Eltern einstürmen, steht eine an aller erster Stelle "Wie soll unser Kind heißen? ... "Adriana" klingt schön....oder vielleicht doch lieber "Adina"? ... und was, wenn es ein Junge wird?... "Alexander?" ... oder klingt "Antony" nicht viel pfiffiger und moderner? Und was bedeuten diese Namen eigentlich? Die Entscheidung ist nicht einfach, begleitet uns der Vorname doch ein lebenlang! Er wird ein Teil unserer Persönlichkeit und deshalb ist die Wahl auch so schwierig und bedeutend!

Da ist guter Rat überhaupt nicht teuer!

Denn so wie es im Buchhandel unzählige Namensbücher gibt, findet man auch im World Wide Web zahlreichen Kindernamen-Lexika, die einem die Qual der Wahl erleichtern. Auch sie geben Auskunft darüber, woher die Namen stammen und was sie bedeuten - will man seinem Kind ja nicht nur einen wohlklingenden Vornamen, sondern auch eine besondere Bedeutung mit mythischem, originellem oder zukunftsweisendem Charisma zukommen lassen. Und wenn Eltern sich nicht für einen bestimmten Namen entscheiden können, gibt es in Deutschland die Möglichkeit, bis zu fünf Vornamen zu vergeben; dabei wird einer als so genannter "Rufname" festgelegt. Die Reihenfolge der restlichen Vornamen ist beliebig. Na, das sind doch beruhigende Aussichten für die Unentschlossenen...

... ein kleiner Abstecher in die Geschichte der Vornamen

Bei den Germanen war die Natur Vorbild und Namensgeberin. Im Namen "Bernhard" steckt z.B. die Stärke eines Bären und in "Eberhardt" die Angriffslust des männliche Wildschweins. Im frühen Mittelalter hingegen war der christliche Glaube im Zuge der zunehmenden Macht der Klöster Namenstifter. Dabei handelte es sich zunächst um christliche Rufnamen des alten Testaments (wie Daniel oder Elisabeth), wohingegen später die neutestamentarischen Namen in Mode kamen (wie z.B. Johannes oder in Abwandlungen Johann, Hans oder Jens). Wenn diese Menschen ein besonderes Merkmal oder einen bestimmten Beruf besaßen, wurde ihnen noch ein Attribut zugeschrieben, also z.B. "Johann der Kleine" oder "Wagenbauer Hans". Aus diesen Beinamen entstanden dann häufig feste Familiennamen, denn aus Siedlungen wuchsen Städte heran und Verwechslungsgefahr herrschte unter den Menschen. Unsere mittelalterlichen Mustermänner könnten in der heutigen Zeit durch Sprachwandlungen zum Beispiel "Johann Klein" oder "Hans Wagner" heißen.

Im 16. Jahrhundert wurden die Namen dann internationaler, denn die Menschen wurden mobiler und entdeckten ferne Länder und Kulturen. So fanden französische und englische Vornamen ihren Weg in unsere Sprache. Im 17. Jahrhundert wurden zudem Ortsangaben hinzugefügt und Doppel-Vornamen fanden großen Anklang. Dadurch wollte sich die Oberschicht vom einfachen Volk unterscheiden. Als dieses aber - nicht dumm - auch zunehmend doppelte Vornamen vergab, fand die Oberschicht wieder zurück zum einfachen Vornamen. Wie sie sehen, gab es auch schon damals gewisse Trends und "Modewellen" in Sachen Namensvergabe.

.... und hier finden Sie noch mehr Infos!

Wer noch mehr zum Thema "Namenkunde und Namensforschung" erfahren möchte, sollte auf die Seite Onomastik schauen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Sprache erteilt Auskünfte zur Herkunft, Bedeutung und vor allen Dingen Zulässigkeit von Namen. Und wer sich noch ganz unsicher ist, wie er das Thema angehen soll, findet Anregungen zur Herangehensweise bei der Namensfindung im Familienhandbuch.

Und zu guter Letzt dürfen natürlich nicht viele, viele schöne Namen zum Auswählen und Nachschlagen fehlen! Auf der Seite beliebte Vornamen finden Sie nicht nur ein umfassendes Vornamenslexikon, spannende Hitlisten und Infos zur Namenforschung, sondern auch eine nach Jahreszahlen sortierte Statistik der beliebtesten Vornamen seit 1890 - sehr interessant! Oder schauen Sie mal beim Namenslexikon vorbei. Viel Spaß!

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