Im Mittelalter kam den Schuhen eine besondere Bedeutung zu. In den städtischen Siedlungen gab es vorwiegend Lederschuhe, welche in der Herstellung zunächst auf links genäht und anschließend auf rechts gewendet wurden. Modische Aspekte gewannen zunehmend an Bedeutung. So entstanden Schnür-, Knöpf-, Schlupf- und Riemenschuhe, später auch Stiefel. Konisch zulaufende Spitzen war absolut "in"!
Wer kennt nicht die mittelalterlichen Schnabelschuhe aus Filmen und historischen Reportagen. Samt und Seide in der Verarbeitung sowie prachtvolle Verzierungen wurden zum Markenzeichen der wohlhabenden Schichten. Runde Schuhe, vorwiegend aus Holz oder einfachen Stoff- oder Felllappen, dienten eher dem arbeitenden Volk.
Besonders hohe Plateausohlen, bis zu einem halben Meter, traten ebenfalls in dieser Zeit auf. Sie sollten gegen den Schlamm und Schmutz der Straßen schützen, stellten ihre Träger jedoch vor halsbrecherische Probleme. Wer hätte gedacht, dass Schuhe damals so "gefährlich" sein konnten.